Auch an das Fahrrad muss gedacht werden

Veröffentlicht von am Sep 5, 2018 in AKTUELLES, Mobilität, Umwelt | Keine Kommentare

„Der Klimawandel zwingt uns Mobilität neu zu denken“ ist ein Spruch, den man immer wieder liest und hört. Verkehrswissenschaftler sind sich einig: Das Fahrrad ist ein wichtiges Verkehrsmittel der neuen Mobilität. Hierfür müssen aber auch die Voraussetzungen geschaffen werden. Und zwar in der bestehenden und der entstehenden Infrastruktur. Im Augenblick geschieht dies noch nicht:

Im Rahmen des städteregionalen Gewerbeflächenkonzeptes wurde viel über das geplante Gewerbegebiet an der Buschmühle und die Umgehungsstraße mit Autobahnanschluss in Eilendorf berichtet. Aber bei den Planungen ebendieser Umgehungsstraße wurde der Fahrradverkehr überhaupt nicht berücksichtigt. Die geplanten Varianten behindern durch die Streckenführung und das zu erwartende höhere Verkehrsaufkommen sogar einen einfachen Zugang zum Vennbahnradweg über Deltourserb. Dieser Zugang wird von vielen Radpendlern in Richtung Eilendorfer Gewerbegebiet sowie Aachener Innenstadt genutzt.

Das Problem könnte mit der Errichtung eines Radweges entlang der geplanten Ortsumgehung vermieden werden, der damit einen Zugang zum Vennbahnradweg bei der L 235 Debyestrasse erlaubt würde. So ein Radweg ist nicht geplant, aber dringend nötig.

Sieht man sich nun den Bericht zum städteregionalen Gewerbeflächenkonzept, sowie unterschiedliche Medienberichte weiter an, soll um den Flughafen Merzbrück ein weiteres großes Gewerbegebiet entstehen. Hier sollte früh an eine Anbindung an das Fahrradfernwegenetz von Stolberg bzw. die Schaffung eines Radschnellweges Aachen-Würselen-Alsdorf gedacht werden.

Es zeigt sich, dass von Land, Städteregion, Stolberg und anderen Kommunen mehr getan werden muss um den Radverkehr zu fördern. Dies würde nicht nur den Radverkehr stärken, sondern mit steigendem Radverkehrsanteil auch den Autoverkehr entlasten und Staus verhindern.

Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen Stolberg

Sprecher

Volker Thelenz